Deutscher Windsurfcup / Formel 25

 

Die Einstiegsserie des Deutschen Windsurfcups war die Formel 25. Sie war geprägt von Freizeitsportlern und Individualisten. Studenten, die sich als Windsurf-Amateure auf spannende Rennen und waghalsige Wellenwettkämpfe einließen.

 

 

„Die Atmosphäre war von diesem Spirit geprägt“, wie Andrea Hausberg sich erinnert. „Die Serie war nicht auf Leistung aus, es war vielmehr eine Ansammlung von echten Soulsurfern die durch die Gegend zogen und an Nord- und Ostseestränden ihre Kräfte maßen.

 

„Das war eine tolle Zeit. Besonders erinnere ich mich an die surferischen Herausforderungen. Bislang hatte ich ja noch nicht so viel Erfahrung mit sturmgepeitschten Nord- und Ostseewellen. Da waren einige kritische Situationen bei und viel Materialbruch.“

 

 

Team Germany

 

Aber ausgestattet mit mindestens fünf Boards und sieben Segeln erst von der Firma North/ Mistral, später von F2/ Arrows war Andrea Hauberg materialtechnisch immer an vorderster Front dabei.

 

So fuhr sie in dieser Serie im mittleren bis vorderen Bereich der Männer mit und sicherte sich somit über die Jahre 94-96 den Titel der deutschen Jugendmeisterin.

 

 

Neben den Wettkämpfen unterstützte sie seelisch und moralisch vor allem die damalige Weltmeisterin Jutta Müller, die sich über weiblichen Nachwuchs immer sehr freute.

 

Einfach rausschicken und schwimmen lernen war ihre Devise und so mauserte sich die 15-jährige zu einer ernstzunehmenden Konkurrentin für die Männerwelt.

 

 

Erste Erfahrungen machte sie 1995 schon im Deutschen Windsurfcup und auf der Deutschen Meisterschaft. Als damals einziges jugendliches Mädchen nahmen Sie das Team Germany um Jutta Müller, Ralf Bachschuster, Andrea Höppner, Andy Laufer und Landsmann Bernd Flessner unter ihre Fittiche und begleiteten die noch Minderjährige durch die herausfordernde Wettkampf- und Surferwelt.

 

„Ich glaube ich wurde immer Surf-Küken genannt. Die Jungs waren die meiste Zeit damit beschäftigt mich von einer Buhne zu ziehen, was mir 1995 den Titel der Buhnen-Queen einbrachte. Aber von denen habe ich sehr viel gelernt.“

 

 

1995 und 1998 nahm sie erstmals an Europa- und Weltmeisterschaften teil und sicherte sich die Titel der Jugendeuropa- und Jugendweltmeisterin und mehrfach den Titel der besten Deutschen unter den Damen. Hausberg fuhr bis 2003 im Deutschen Windsurfcup mit bis sie 2003 vollständig in die PWA Worldtour einstieg. Ihre engsten Konkurrentinnen, aber zum Glück auch Freundinnen und Weggefährtinnen waren in dieser Zeit Christine Becker, Saskia Schmidt und Steffi Wahl.

 

Ihre zahlreichen Sponsoren vertrat sie mit Interviews und Promotionkampagnen jedes Jahr aufs Neue auf der Messe „Boot Düsseldorf“, der „Hanseboot“ und der Kieler Woche.